Archiv - EfEU Rundbrief Dezember 2002

  Liebe Frauen  
  Lehrerinnengruppe "Gewalt unter einem Geschlechteraspekt"  
  Recherche & Lehrgang für Genderpädagogik  
  Rezensionen von Ilse Seifried  
  Veranstaltungshinweise  
  Tagung "Equal Pay - nur a Schmäh?"  
  Quiz  
  Hinweis  
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Liebe Frauen,
liebe EfEU-InteressentInnen!


    Schon wieder ist ein Jahr vorbei. An Arbeit hat es uns nicht gemangelt - wie auch diesem Rundbrief entnommen werden kann. Auch die Mitfrauen und UnterstützerInnen des Vereins haben durch Einzahlung ihres Beitrags und durch persönliche Rückmeldung gezeigt, dass sie die Vereinsarbeit wertschätzen - DANKE!
    Bei einem Teil der subventionsgebenden Stellen wollen wir uns ebenfalls bedanken: Das Frauenbüro der Stadt Wien ermöglichte 2002 erstmalig eine 17-Stunden-Anstellung und durch eine Umstellung auf 3-Jahres-Verträge können wir (hoffentlich) ein bisschen gelassener in die Zukunft schauen. Auch die Abteilung für geschlechtsspezifische Bildungsfragen des bm:bwk war uns heuer wieder wohlgesonnen. Beim BMSG erhielten wir eine Zusage und es wurde eine Nachtragsförderung in Aussicht gestellt - zu der es leider nicht mehr kam. Das BM für Wirtschaft und Arbeit hat im Dezember schriftlich bekannt gegeben, dass 2002 keine Förderung zu erwarten ist.

    So bleibt uns zu hoffen, dass das Jahr 2003 keine weiteren einschneidenden finanziellen Veränderungen bringt und wir unsere Arbeit ungehindert - und mit Freude - fortsetzen können.

    Der nächste Rundbrief erscheint Ende März. Texte (Buchrezensionen, Veranstaltungs-, Literaturtipps,...), die darin veröffentlicht werden sollen, bitte bis 15. März 2003 mailen bzw. senden.

    Dem EfEU-Info-Rundbrief ist die Jahresplanerin 2003 beigelegt. Viel Freude damit und möglichst viele angenehme Termine zum darin vermerken!!!



    Viel Vergnügen beim Rundbrief-Lesen & ein erfreuliches 2003
    wünschen
    Claudia Schneider & Renate Tanzberger


FALLREFLEXIONEN ZU SCHULISCHEN GEWALTSITUATIONEN


    Vorgeschichte: 1993 wurde vom BM für Umwelt, Jugend und Familie die "Plattform gegen die Gewalt in der Familie" gegründet. Sie sieht es als ihre Aufgabe, an der Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt zu arbeiten. Die Plattform - seit 1999 im BM für soziale Sicherheit und Generationen angesiedelt - umfasst derzeit 26 Organisationen, die verstreut auf ganz Österreich in den Bereichen "Physische, psychische und sexuelle Gewalt gegen Kinder", "Gewalt gegen Frauen", "Gewalt an/unter Jugendlichen", "Gewalt gegen ältere Menschen" und "Geschlechtsspezifische Burschen- und Männerarbeit" tätig sind.
    Ende 1994 wurde der Verein EfEU für den Bereich Wien, Niederösterreich und nördliches Burgenland zur Vernetzungsträgerin des Themenbereichs "Gewalt unter Jugendlichen".

    Unser Regionalprojekt 2003:

    Lehrerinnengruppe "Gewalt unter einem Geschlechteraspekt"

    Immer wieder sind Lehrerinnen in der Klasse/in der Schule mit Gewalt zwischen SchülerInnen, aber auch mit Gewalt von Schülern (seltener Schülerinnen) gegen Lehrerinnen konfrontiert. In der Ausbildung werden Lehrerinnen viel zu wenig darauf vorbereitet, außerdem fehlt es meist an einer geschlechtsspezifischen Analyse dieser Gewaltsituationen (wer übt gegen wen Gewalt aus?, in welcher Form? wer reagiert wie auf Gewalt? etc.). Genau dies soll Thema einer sich kontinuierlich treffenden Gruppe von Lehrerinnen sein.
    Unter Anleitung einer Trainerin werden Situationen beobachteter oder erlebter Gewalt (in der Klasse, im Schulhof, am Gang,...) reflektiert, wobei der Zusammenhang zwischen Gewalt und Geschlecht berücksichtigt wird. Es werden Handlungsstrategien überlegt, ausprobiert und über Erfolge und Schwierigkeiten in der Umsetzung berichtet.

    Die Fallreflexionen werden zum Teil dokumentiert und danach - anonymisiert - einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

    Zielgruppe:
    Lehrerinnen, (ev. Nachmittagsbetreuerinnen) aus Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, die mit SchülerInnen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren arbeiten.
    Gruppengröße:
    6-8 Lehrerinnen
    Trainerin
    Michaela Sodl (Hauptschullehrerin, Psychagogin, Trainerin für Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungs-kurse für Mädchen und Frauen)
    Termine:
    7 Treffen á 3 Einheiten (6 Termine ca. alle 3 Wochen von März - Juni 2003 sowie ein Reflexionstreffen im Herbst 2003);
    1. Termin am 12. März 2003 von 15.00-17.15; danach Festlegung aller weiteren Mittwoch-Termine
    Ort:
    1030 Wien, Hetzgasse 42/1
    Inskriptionsnr:
    2003 3 00 2 074 06 - Die Veranstaltung wird vom PI-Wien unterstützt und für Wiener Lehrerinnen als Fortbildungsveranstaltungen angerechnet.
    Kontakt/Infos
    EfEU - Renate Tanzberger
    1030 Wien, Hetzgasse 42/1 - Tel: 01/9662824 - verein@efeu.or.at




RECHERCHE


    2001 war das EfEU-Regionalprojekt innerhalb der "Plattform gegen die Gewalt in der Familie" zu recherchieren, welche Organisationen/Personen in Wien, Niederösterreich und im Burgenland im schulischen Bereich mit einem Geschlechterblick gewaltpräventiv tätig sind.
    Die Recherche wurde 2002/2003 auf ganz Österreich ausgedehnt. Die Ergebnisse werden demnächst auf der neuen Homepage der Plattform "Gegen die Gewalt in der Familie" zu besichtigen sein.

    Falls Du/Sie selbst Angebote in diesem Bereich haben und auf der Homepage aufscheinen möchten, bitte ich um ein kurzes E-Mail an verein@efeu.or.at und ich sende Dir/Ihnen das Formular zum Ausfüllen zu.
    Dieses besteht aus einem ersten, allgemeinen Teil (Adresse,... sowie Tätigkeitsfelder und Zielgruppen) sowie aus einem zweiten Teil, wo nach konkreten Angeboten geschlechts-sensibler Gewaltprävention gefragt und ein Schema zur Beantwortung vorgegeben wird (Thema, Kurzbeschreibung des Angebots, Ziele, Zielgruppe, Dauer, Methodik, Kosten).




LEHRGANG FÜR GENDERPÄDAGOGIK

    Die Bedeutung von Gender und Gendermainstreaming steigt in allen Bereichen des öffent-lichen Lebens. Dies gilt auch für den Bereich der Klein/kindpädagogik. In Wien wurde das erste Kindertagesheim mit geschlechtssensiblem Schwerpunkt gegründet, mit der Novellierung des Lehrplans der Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik (BAKIP) sollen auch Genderaspekte in der Ausbildung der Kindergarten- und HortpädagogInnen verankert werden, das Unterrichtsprinzip "Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern" ist seit 1999 in der Volksschule gültig,...

    Als nächsten Schritt ist es notwendig, jene Frauen und Männern in Betreuungs- und Bildungseinrichtungen für Klein/kinder zu unterstützen, die unmittelbar mit der Gender-thematik zu tun haben, indem sie Tag für Tag kleine Mädchen und Buben bei deren Auseinandersetzung mit Geschlecht und Geschlechtsidentität erleben.

    In einem 3semestrigen Lehrgang werden die TeilnehmerInnen in Gender-Fragen sensibilisiert/ qualifiziert und erhalten Anregungen zur praktischen Umsetzung im eigenen Arbeitsfeld.

    Lehrgangsinhalte: Reflexionen zu den eigenen Rollenbildern sowie zum Berufsbild - Kriterien und Beispiele geschlechtssensibler Bildungsmittel (Lieder, Bücher, Spiel-materialien,...) - Zusammenarbeit mit KollegInnen und Eltern - Sexualität - Körper/sprache - Raum - Aggression - Gewalt - Missbrauch - Multikulturalität - Technik im Alltag

    ReferentInnen: PraktikerInnen und TheoretikerInnen der geschlechtssensiblen Pädagogik

    Zielgruppe: Frauen und Männer, die mit Mädchen und Buben im Alter bis 10 Jahren arbeiten

    Dauer des Lehrgangs: Oktober 2003 bis Februar 2005 (8 Module, insg. 168 UE)

    Kosten: 1.500

    Trägerin: Der Lehrgang wird vom Verein zur Erarbeitung feministischer Erziehungs- und Unterrichtsmodelle EfEU angeboten.
    Der Lehrgang findet mit Unterstützung des Instituts für Freizeitpädagogik statt.

    Infoabend:
    Montag, 2. Juni 2003, 19-21 Uhr am Institut für Freizeitpädagogik, 1080 Wien, Albertg. 35

    Anmeldung und Information: EfEU, 1030 Wien, Hetzg. 42/1
    verein@efeu.or.at, Tel: 01/9662824





REZENSIONEN VON ILSE SEIFRIED


    DORIS DÖRRIE: MIMI
    Illustration: Julia Kaergel, Diogenes Verlag 2002, 32 Seiten, ab 5 Jahren, 15,40

    Eines Morgens wachte Mimi Müller auf und wollte eine andere sein. Nach dieser Einleitung könnten wir meinen, dass sie das aus einer Laune heraus macht, aber mit der Zeit werden die Hintergründe aufgedeckt. Mimi ist ein intelligentes, kreatives und konfrontationsfreudiges Mädchen, das sich und ihre Eltern offenbar wirklich gut kennt. Mimi entscheidet sich, Anna Andrers zu sein und schreitet zur Tat. Als das, was getan und gesagt werden musste, gesagt und getan ist, verabschiedet sich Anna wieder. Als Mimi wieder nach Hause kommt, ist vieles gleich geblieben und doch hat sich vieles verändert. Mehr sei hier von diesem originellen, witzigen und auch tiefsinnigen Kinderbuch nicht verraten, das Kinder mit Eltern ins Gespräch bringen wird.


    AGNES DESARTHE / CLAUDE PONTI: KLEINER PRINZ PLUFF
    Aus dem Franz. von Tobias Scheffel, Moritz 2002, 80 Seiten, ab 5 Jahren, 13,80

    Wie alle Märchen beginnt auch dieses mit Es war einmal .... Es war einmal ein Land, in dem Königin und König ihrem Sohn eine adäquate Erziehung angedeihen lassen wollen und sich am Ende der Sohn dieser Aufgabe würdig erweist. Soweit ist die Kerngeschichte traditionell. Doch Autorin wie Illustrator machen daraus eine ungewöhnliche, humorvolle und hochphilosophische Geschichte, die überrascht. Die Leichtigkeit, mit der Existentielles Tiefgang erfährt, die kindgerechte Sprache mit vielen Dialogen, die langsam aufgebaute Spannung und deren originelle Lösung als auch die unaufdringliche Umsetzung der Gleichberechtigung (einzig die Frage, warum Paula nicht Königin werden soll, stellt sich) zwischen Mann und Frau, macht dieses Buch zu einem vielschichtigen Erlebnis für Kinder wie Erwachsene. Pädagogik ist damit ein konstruktiv und lustvolles Thema. Zufrieden, heiter und ruhig klingt das Märchen aus - und eine Frage bleibt am Schluss für alle offen.


    JANNE LUNDSTRÖM: ONKEL KWESIS GEIST
    Aus dem Schwedischen von Maike Dörries, Ravensburger 2002, 192 Seiten, ab 10 Jahren, 10,95

    Die Geschichte wird rückblickend aus einem kindlichen Blickwinkel erzählt - jener, die dabei gewesen sind, als das alles geschah. Elf Kinder waren sie, die das Kluge Mädchen und Onkel Kofi, deren Aufgabe es war, den Leichnam von Onkel Kwesi auszulösen, damit er begraben werden kann und seine Seele Frieden findet, begleiteten. Onkel Kwesi hatte seine Arbeitskraft um den Preis eines Branntweinfasses zu seiner Hochzeit den weißen kolonialen Machthabern verpfändet.
    In der Tradition afrikanischer Erzählkunst, mit Humor und Geist, wird über diese Heraus-forderung berichtet. Entstanden ist damit ein Buch, das lustvoll vom ersten bis zum letzten Satz zu lesen ist. Sprachlich sind die weiblichen Formen (jede und jeder etc) konsequent in den spielerisch leichten, bildhaften, musikalischen und sinnlichen Stil integriert. Von Bedeutung ist die Groß-mutter, sind die Mütter und ist vor allem das Kluge Mädchen sowie die soziale Verbundenheit - wobei die Realität nicht geschönt wird. Der wirklich sehr verschlungene Weg führt schließlich doch noch zum Ziel.
    Ein selten intelligentes, originelles, beeindruckendes und bereicherndes Buch, das tiefe Einblicke in Weltbilder gibt und wohl genussvoll von LeserInnen jeden Alters mit Begeisterung gelesen werden wird.






VERANSTALTUNGSHINWEISE


SALZBURG

    Frauen in die Technik (FIT) Salzburg

    Schnuppertag an der Universität und FH Salzburg für Schülerinnen der Höheren Schulen

    Du hast an diesem Tag die Gelegenheit, einen Einblick in das Leben von naturwissenschaftlich-technischen Studien zu gewinnen. Du kannst Probevorlesungen besuchen, Laborversuche machen und am Computer programmieren. Du triffst Studierende, Lehrende und Absolventinnen.

    Termin: Donnerstag, 20. Jänner 2003, 10.00-17.00 Uhr
    Ort: Foyer der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Salzbug 5020 Salzburg, Hellbrunnerstraße 34
    Anmeldung: bis Freitag, 7. Februar 2003 bei make it / Teresa Lugstein
    Tel: 0662/849291-11 - fit-salzburg@gmx.at - www.fit-salzburg.ac.at
    Kosten: gratis


    STEIERMARK

    Gentechnologie - Feministische Sichtweisen und Kritik: "Auf den Spuren der Frauen in der Technischen Zivilisation"

    Die Gentechnologie, ein männerdominierter Bereich, ist mittlerweile weltweit in den Forschungslabors in Einsatz. Sie greift auch in beinahe alle unsere Lebensbereiche ein. Vier namhafte Wissenschaftlerinnen (Eva Lachkovics, Christine Wächter, Brigitte Ratzer, Aurelia Weikert) werden unseren Blick für die Auswirkungen der Gentechnologie auf Frauen schärfen und uns für die Folgen sensibilisieren.

    Termin: Freitag, 31. Jänner 2003, 13.00-18.00 Uhr
    Ort: Palaver Stadtteilcafé Gries - 8020 Graz, Griesgasse 8
    Veranstalterin/Anfragen/Infos: Doku Graz - 8010 Graz, Hans-Sachs-G. 12,
    Tel: 0316/820628 elfriede.kampl@doku.at - www.doku.at
    Kosten: gratis


    WIEN

    Frauen im Mittelalter - Problemfelder und Annäherungen

    Noch in den 60er-Jahren konnte man lesen, dass es interessant wäre, mehr über Frauen im Mittelalter zu lesen, aber auf weite Strecken die Quellen fehlen. Die folgende Welle von Frauengeschichte, vor allem aus den USA und Frankreich, hat das Gegenteil bewiesen: Nicht die Quellen fehlten, sondern die Fragestellungen. Nun sind wir dabei, unter dem Gender-Aspekt die Quellen neu zu lesen, Geschichte ein weiteres Mal umzuschreiben. Einmal mehr erweist sich der Nutzen der Mediävistik in der Erforschung des "eigenen Fremden": Fremd genug, um die Gegenwart zu kontrastieren, aber Bestandteil der eigenen Geschichte.

    Referent: Karl Brunner (Universität Wien)
    Termin: Montag, 13. Jänner 2003 um 18.30
    Ort: IWK - 1090 Wien, Bergg. 17


    Fortbildungsreihe "Geschlecht bewusst gemacht"

    Ziel dieser - vom Institut Frauensache und dem Verein EfEU konzipierten - Reihe ist es, für Geschlechterverhältnisse in der Schule zu sensibilisieren.
    Zielgruppen: LehrerInnen, Eltern und andere an Schule interessierten Personen.
    Anmeldung: bis 14 Tage vor Seminarbeginn bei EfEU
    Nähere Infos: http://www.t0.or.at/~efeu/aktuelles.html


    Im Frühjahr finden folgende Module statt:

    • Alle Menschen werden Brüder... ?!?

      Seminarinhalte: Was ist geschlechtergerechter Sprachgebrauch? - Sprache und Gesellschaft - Gesellschaft und Sprache: gegenseitige Beeinflussung - lustvolles kreatives frauen-/ geschlechtergerechtes Formulieren
      Termin: Samstag, 22. Feber 2003 von 10.00-18.00, Sonntag, 23. Feber 2003 von 10.00-18.00
      Kosten: 190
      Leitung: Claudia Schneider - Kulturwissenschafterin, Mitarbeiterin von EfEU


    • Elternseminar: "Schöne Mädchen - Starke Jungs?"

      Seminarinhalte: Was prägt mein Kind als Mädchen oder Bub? Was hat mich selbst geprägt? Welche Vorstellungen habe ich davon, wie Mädchen und Buben, Frauen und Männer sein sollen? Liegt der größte Unterschied zwischen Mädchen und Jungen darin, wie wir mit ihnen umgehen?
      Ein Wochenende zur Selbstreflexion, Meinungsbildung und zum Erfahrungsaustausch.

      Termin: Samstag, 15. März 2003 von 10.00-18.00, Sonntag, 16. März 2003 von 10.00-18.00
      Kosten: 190
      Leitung: Claudia Schneider - Kulturwissenschafterin, Mitarbeiterin von EfEU


    • Gewaltprävention durch Mädchen- und Bubenarbeit

      Seminarinhalte: Formen von Gewalt - Welche Gewaltgebote bzw. -verbote beinhaltet die traditionelle männliche bzw. weibliche Geschlechterrolle? - Beispiele von Mädchen- und Bubenarbeit als gewaltpräventive Arbeit im schulischen Bereich
      Termin: Freitag, 28. März 2003 von 15.00-19.00, Samstag, 29. März 2003 von 9.00-17.00, Sonntag, 30. März 2003 von 9.00-13.00
      Kosten: 190
      Leitung: Renate Tanzberger / Mitarbeiterin von EfEU



    Institut für Freizeitpädagogik

      Kreativwerkstatt "Heiße Verbindungen" - Technikvermittlung von Frauen für Frauen

      Stromkreise, Schaltpläne, Elektronikschrott, Lotverbindungen - oft gehört, nie probiert? Das Anliegen des Seminars ist es, Experimentierfelder und Raum für Frauen herzustellen, in denen spielerisch und ohne Stress handwerkliche Erfahrungen gesammelt, die eigene Begabung aufgezeigt und die Vermittlung erprobt werden kann. Mädchen lernen anders, Frauen wissen dann, wie's geht.

      Termin: Montag, 10. Feber 2003 - Mittwoch, 12. Feber 2003 von 18.00 bis 21.00
      Referentinnen der mobilen Werkstatt-Sunwork
      Kosten: 27 - Anmeldung bis 27.1.2003 unter www.ifp.at


      Tagung "GrenzgängerIn" - Erlebnispädagogik für Jugendliche auf der Suche

      Im Rahmen dieser Tagung wird der Raum geboten, die Bedeutung von Grenzen für Jugendliche und ihre Entwicklung zu beleuchten und die Erlebnispädagogik als eine Methode der konstruktiven Arbeit mit dem Thema Grenzen vorgestellt.
      Vorträge - Vorstellen zweier Projekte - Vertiefung u.a. in das Thema "geschlechtssensible Erlebnispädagogik"

      Termin: Donnerstag, 3. April 2003 von 9.00-17.00; Abendvortrag 18.00-20.00
      Kosten: keine
      Anmeldung sowie Anforderung des Tagungsprogramms: bis 20.3.2003 unter
      Tel: 01/4066555 bzw. www.ifp.at
      Ort: IFP - 1080 Wien, Albertgasse 35/II


    Kick it like Beckham - Feelgood Movie aus GB/D/USA (2002)

    Die 17-jährige Jess (Parminder Nagra) liebt zwei Dinge über alles: Fußball und David Beckham. Deshalb tut die junge Inderin, die mit ihrer Familie in London lebt, auch alles, um einmal in die Fußstapfen ihres großen Idols zu treten. Dass Jess Talent hat, steht außer Frage. Als sie eines Tages von der ebenso fußballbegeisterten Jules (Keira Knightley) beim Kicken im Park für eine Damen-Fußballmannschaft entdeckt wird, scheint sich ihr größter Traum zu erfüllen. Doch Jess` konservative Eltern haben eine ganz andere Laufbahn für das 17-jährige indische Mädchen im Kopf...

    Bild aus: http://www.kickitlikebeckham.de/index2.html

    Termin: Freitag, 31. Jänner 2003 um 19.00
    Ort: wienXtra-cinemagic / 1010 Wien, Friedrichstraße 4
    Infos/Ticketreservierungen: Tel: 01/5864303 - www.cinemagic.at
    Kosten: 6 / mit JIW-Bon 4,50





EQUAL PAY - NUR A SCHMÄH?

    Eine Tagung des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen am 31.1.2003

    Langjährige Bemühungen von Frauenbewegung und Frauenpolitik konnten die markanten Ein-kommensunterschiede zwischen Frauen und Männern bisher kaum verringern. Verspricht der An-satz des "Gender Mainstreaming" mehr Veränderungspotential in dieser für Frauen so zentralen Frage?
    Diesem Thema widmet sich die Tagung "Gender Mainstreaming - eine Strategie zur Verringerung der Einkommensdifferenz zwischen Frauen und Männern?", die am 31. Jänner 2003 von 9 Uhr bis 17 Uhr 30 im Bildungszentrum Strudlhof, 1090 Wien, stattfindet. Diese Veranstaltung wird vom Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen im Rahmen des EU-Projektes OBSERVATORIA durchgeführt. Sie wendet sich an MultiplikatorInnen, die mit Gleichbehandlungsfragen befasst sind, und an alle am Thema Interessierten.

    Das Tagungsprogramm
    Am Vormittag referiert Mieke Verloo (Universität Nijmegen) über "Die Bedeutung von Gender Mainstreaming aus einer vergleichenden europäischen Perspektive".
    Barbara Stiegler (Friedrich Ebert-Stiftung, Bonn) geht in ihrem Vortrag der Frage nach, ob Gender Mainstreaming zum "gerechten" Lohn führt und berichtet über "Strategien und Erfahrungen mit der Umsetzung des Rechts auf gleichwertige Bezahlung von Männer- und Frauenarbeit".
    Mitarbeiterinnen des Netzwerks österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen und Projektpartnerinnen aus 6 österreichischen Bundesländern und vier europäischen Staaten stellen das Projekt OBSERVATORIA und das daraus entstandene online-OBSERVATORIUM vor.


    Am Nachmittag finden Workshops zu folgenden Themen statt:

    1. GM in Österreich und in den Niederlanden. Erfahrungen und aktuelle Entwicklungen
    2. Integration von GM in Leitbilder von Vereinen, Betrieben, Kommunen
    3. GM im Bildungsbereich
    4. Das Potential von GM in bezug auf Arbeitsbewertung und Gehaltsschemata


    DAS PROJEKT OBSERVATORIA
    Im Rahmen des 5. Aktionsprogrammes für die Gleichstellung von Frauen und Männern legt die EU 2002/2003 einen Schwerpunkt auf das Thema "Gender Mainstreaming und Equal Pay".
    OBSERVATORIA wurde als einziges Projekt zu diesem Schwerpunkt in Österreich genehmigt.
    OBSERVATORIA widmet sich der Frage: "Wie kann Gender Mainstreaming zur Verringerung der Einkommensdifferenzen zwischen Männern und Frauen beitragen?" Im Zusammenhang mit dem Thema "gleicher Lohn" müssen nahezu alle Lebensbereiche analysiert werden. So gilt es, nicht nur den Bereich bezahlter Erwerbsarbeit selbst zu untersuchen, sondern auch Faktoren im Umfeld der Erwerbsarbeit mit einzubeziehen - wie etwa den Bereich der Reproduktionsarbeit, den Bildungssektor u. v. a. m.
    In 11 europäischen Regionen haben Expertinnen sich bereit erklärt, die Umsetzung der Strategie des GM zu beobachten und zu dokumentieren. Zur Verbreitung der Ergebnisse wird ein online-OBSERVATORIUM eingerichtet, in das Informationen und Beobachtungen aller am Projekt Beteiligten einfließen. Dieses OBSERVATORIUM steht Medien, MultiplikatorInnen und allen interessierten UserInnen zur Verfügung.
    Das Projekt OBSERVATORIA wird finanziert von der Europäischen Kommission, von den Bundesländern Tirol, Wien, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten und dem BM für soziale Sicherheit und Generationen.

    Anmeldungen mit Angabe der zwei bevorzugten Workshops per Tel: 01/5953760 bzw. e-mail an:
    netzwerk@netzwerk-frauenberatung.at
    Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen

    Stumpergasse 41-43/II/R3
    1060 Wien

    Innrain 100/99
    6020 Innsbruck






Quiz



Zunächst gratulieren wir Birgit Guerrazzi (Rankweil) zur Antwort "Rosa Mayreder" auf die Frage, welche Soziologin, Philosophin, Malerin, Schrift-stellerin und Frauenrechtlerin am 30. November 1858 in Wien geboren wurde.

Nun zur neuen Quizfrage: Welche Kinderbuchautorin ist am 28. Januar 2002 im Alter von 94 Jahren gestorben?

Antworten bitte bis 8. März 2003 an EfEU.

Zu gewinnen gibt es einen 20-Gutschein für ein Buch Deiner/Ihrer Wahl von der Buchhandlung Frauenzimmer! Falls Du nicht in Wien wohnst/Sie nicht in Wien wohnen, schicken wir ein Exemplar des Weiberdiwans (Rezensionszeitschrift der Buchhandlung Frauen-zimmer) zu und Du kannst/Sie können per Post bestellen.

Bilder aus www.rightlivelihood.se/images/1994_1.jpg und www.general-anzeiger-bonn.de/kultur/jahrhundert/1945/1945_pippi.jpg







NOCH EIN HINWEIS ZUM ABSCHLUSS:



    Der Berufsvorbereitungskurs MeET hat einen Kalender erstellt, der zeigt, dass Mädchen in Metallberufen ihre Frau stellen. Der Kalender beinhaltet auch Zitate berühmter Frauen und berühmte Errungenschaften von Frauen. (Wussten Sie, wer den Geschirrspüler erfunden hat?).

    Unkostenbeitrag: 15

    Bestellungen: Verein Einstieg/Projekt MeET,
    Vogelweiderstraße 33, 5020 Salzburg, Tel: 0662/871056
    net-meet@salzburg.co





Wir danken all jenen, die durch Einzahlung ihres Mitfrauen- bzw. Unterstützungsbeitrags unsere Arbeit ermöglichen.

Falls Deinem/Ihrem Rundbrief ein Erlagschein für das Jahr 2002 beiliegt, ersuchen wir um Einzahlung des Mitfrauen- bzw. Unterstützungsbeitrags von 20. Damit bekommst Du/ bekommen Sie automatisch den viermal jährlich erscheinenden EfEU-Info-Rundbrief sowie die Gratisbroschüren des Vereins zugesandt.




SUBVENTIONEN 2002



    BUNDESMINISTERIUM
    FÜR SOZIALE
    SICHERHEIT UND GENERATIONEN
    der Stadt Wien


    ABTEILUNG FÜR GESCHLECHTSSPEZIFISCHE BILDUNGSFRAGEN DES